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DO !T

[DO !T] - Das bundesweite Jugendprojekt zum Thema Zukunft

Hauptschüler zeigen, was in ihnen steckt!

Die deutschen Ergebnisse der PISA-Studie und die Erhebungen der Unicef-Studie weisen eindeutig darauf hin, dass der Bildungsstand der Eltern und der Schultyp in Deutschland stärker über den Schulerfolg der Kinder entscheiden als in anderen Industrieländern. Dies deutet auf die Vernachlässigung einer großen Gruppe von Jugendlichen hin. Sie werden, wie der Unicef-Deutschland-Chef Dietrich Garlich es beklagte, „einfach abgehängt“.

Es handelt sich um bildungsbenachteiligte Jugendliche, die aufgrund ihrer sozialen Herkunft, fehlender Sprachkompetenz oder auch der Schulform immer weniger Chancen haben, ihre Zukunft in die eigene Hand zu nehmen. Stigmatisiert als Hauptschüler, zeichnet sich für sie schon oft im Alter von 10 Jahren ein Weg ab, der auf ein gesellschaftliches Abstellgleis führt. Das in der Öffentlichkeit transportierte Bild spiegelt sich denn auch bei den Jugendlichen selbst wider. Ihre Wahrnehmung: „Die Gesellschaft braucht uns nicht, wir haben nichts zu bieten“ - eine Einstellung die zur Verfestigung der ohnehin geringeren Einstiegschancen in ein erfülltes Leben führt.

step21 wollte mit dem Projekt [DO !T], das im Sommer 2003 angelaufen ist, Fürsprecher von Jugendlichen sein, die aus vielfältigen Gründen in unserer Gesellschaft nur geringe Bildungschancen haben. Gemeinsam mit dem Schirmherrn des Projektes, Wolfgang Clement, Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit, rief step21 bundesweit zur Teilnahme an [DO !T] auf.

Mit dem Projekt stellten Hauptschüler aus ganz Deutschland unter Beweis, dass sie eigene Ideen umsetzen können, wenn sie die nötige Unterstützung bekommen. Sie setzten sich 10 Monate lang aktiv für Toleranz, Verantwortung und für ihre Zukunft ein. Im Juni 2004 präsentierten sie ihre Ergebnisse in Berlin in einer Bühnenpräsentation und in einer großen Ausstellung. Wolfgang Clement und viele Prominente aus Wirtschaft, Politik und Kultur waren dabei und zeigten sich sehr beeindruckt.

Die über 100 Hauptschüler aus 19 Teams realisierten ganz unterschiedliche Ideen: z. B. Filme, Songs, Aktionen und Ausstellungen. Gemeinsam mit ihren pädagogischen Betreuern bereiteten sie ihre Projektpräsentationen vor. Die Jugendlichen konnten dabei ihre Vorstellungen einer besseren Lebenswelt und Zukunft umsetzen und dabei die kreativen Ausdrucksmittel wählen, die ihnen lagen.

In ihrer Arbeit wurden sie vom step21-Team und erfahrenen Coaches unterstützt. Der Schirmherr sowie Paten aus den Bereichen Musik, TV, Film, Politik und Sport ermöglichten es, das Engagement der Jugendlichen in die Öffentlichkeit zu tragen. Drei Treffen bildeten die Fixpunkte des Projektes: eine Auftaktveranstaltung, ein Arbeitstreffen und die große Abschlusspräsentation der Projektergebnisse in Berlin. Moderiert wurden die Veranstaltungen von Cherno Jobatey.

Der Kurzfilm zum Projekt.

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NEWstep21

Ausgabe 4/2009
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