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Wie führe ich eine Unterschriftenaktion durch?

Kennt ihr die Situation: ihr wollt etwas in eurer Schulumgebung oder in eurem Freizeitbereich ändern, aber keiner hört euch zu oder nimmt euch ernst? Zu dumm, aber ihr könnt etwas unternehmen. Führt eine Unterschriftenaktion durch. So eine Unterschriftenaktion nennt man auch Petition, sie enthält euren Vorschlag und so viele Unterschriften wie möglich von Men­schen, die derselben Meinung sind wie ihr.

Zum Beispiel findet ihr, dass euer Sportplatz viel zu dreckig ist und obendrein noch als Abstellplatz für ausgediente Müllcontainer dient. Dadurch wird der Platz zum Spielen immer kleiner. Also schreibt ihr eure Forderung auf ein Stück Papier und sammelt nun so viele Unterschriften wie möglich von Jugendlichen und Erwachsenen, die den Platz nutzen.

Ein anderes Beispiel: An eurer Schule gibt es ein großes Interesse an einem neuen Sport­kurs, aber der Rektor hat so einen Kurs auch im neuen Schuljahr nicht geplant. Was macht ihr dann? Ihr schreibt eure Forderung/euren Wunsch auf und bittet alle, die für diesen neuen Kurs sind, zu unterschreiben - vielleicht könnt ihr sogar eure Eltern für den Vorschlag gewin­nen. Mit dieser Liste geht ihr dann zu eurem Rektor, der dann nicht mehr einfach darüber hinweggehen kann.

1. Wie sieht eine Petition aus?

  • Zuerst stellt ihr euch als Interessengruppe vor (z.B. "Wir, die Schüler der 8. Klassen" oder "Wir, die Jugendlichen des Stadtteils XY fordern von ").
  • Als Nächstes nennt ihr die Person/die Behörde, der ihr die Unterschriftensammlung vorlegen wollt.
  • Dann formuliert ihr ganz genau eure Forderung/euren Wunsch. Gut wäre es auch, wenn die ihr die Gründe darstellt und die Vorteile dazuschreibt, die die gewünschte Veränderung bringen würde. Das muss immer ganz vorn stehen, damit niemand sagen kann, dass er nicht verstanden hat, was er oder sie unterschrieben hat.
  • Unter den Text fügt ihr eine Tabelle ein, in der sich die Leute eintragen und unter­schrei­ben (Unterschriftenliste). Bei einer Aktion im Stadtteil können sie ihre Adresse (Straße und Haus­nummer) eintragen, in der Schule können sie ihre Klasse angeben. Wenn ihr die einzelnen Zeilen schon vorher nummeriert, geht das auszählen der einzelnen Bogen hinterher schneller.
  • Am besten nehmt ihr ausreichend Kopien der Unterschriftenliste und einen Hefter oder eine Klemmmappe mit.

2. Befragungsort

  • Je nachdem, auf welche Umgebung sich euer Wunsch auf Veränderung bezieht, führt ihr die Aktion durch. Es ist absolut wichtig, dass ihr die von der Situation betroffenen Menschen für die Unterschriftenaktion ansprecht. Wollt ihr etwas in eurem Stadtteil verändern, fragt ihr die dort wohnenden Leute. Wollt ihr in eurem Schuljahrgang etwas verändern, fragt ihr die Schülerinnen und Schüler eurer Schule (evtl. auch die Lehrer und Eltern).

3. Durchführung

  • Entweder habt ihr die Erlaubnis (von der Stadt oder der Schule), einen Stand an eurem Befragungsort aufzubauen, an dem ihr die Menschen über euer Vorhaben informiert und die Unterschriftenlisten bereitliegen.
  • Oder ihr geht direkt auf die Menschen zu, von denen ihr euch Unterstützung und somit eine Unterschrift erhofft. Denkt daran, dass ihr immer mit einem Lächeln auf die Leute zu geht. Je netter ihr zu den Leuten seid, desto größer ist die Wahrscheinlich­keit, dass sie unterschreiben.
  • Wenn Leute, die ihr ansprecht, total gegen eure Unterschriftenaktion sind, weil sie eine andere Meinung haben, bleibt ruhig und freundlich. Es gibt immer unterschied­liche Ansichten zu einer Sache.

4. Ergebnisse

  • Zur Sicherheit solltet ihr die ausgefüllten Unterschriftenlisten fotokopieren und an einen sicheren Platz legen. Sollten die Originalzettel verloren gehen, habt ihr den Beweis zur Hand, dass es die Unterschriften wirklich gegeben hat.
  • Jetzt ist es natürlich ganz wichtig, dass ihr die Unterschriftensammlung einer Person überreicht, die genug Einfluss hat, euren Wunsch zu erfüllen oder die Veränderung in die Wege leiten kann.
  • Ihr könnt Tag/Stunde der Übergabe der Unterschriften auch bekanntgeben und mög­lichst viele eurer Mitstreiter bitten, dabei zu sein. Ihr könnt dazu auch Presse­vertreter einladen. Lest dazu den Leitfaden „Wie mache ich Öffentlichkeitsarbeit. Gut wäre auch, wenn einer von euch die Übergabe fotografiert.
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