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Wie starte ich ein Projekt?

    1. Wählt ein Projekt aus

    • Schaut euch zum Beispiel in eurem Viertel um. Gibt es dort Ecken, die herunterge­kommen sind und durch Eigeninitiative in nützliche Flächen wie Sitzecken für Fuß­gänger, Sandkisten für kleine Kinder, Halfpipe für Skateboarder umgebaut werden können? Gibt es unübersichtliche Straßenkreuzungen, an denen sehr viele Unfälle mit Kindern passieren? Gibt es Probleme mit einigen eurer Mitschüler an eurer Schule?
    • Ihr könnt auch ein Problem aufgreifen, das ihr in der Schule im Unterricht besprochen habt. Wie zum Beispiel die Integration von Ausländerkindern - und deren Eltern? Über­legt euch, was ihr dazu beitragen könnt, das dieser Vorgang schneller und wirkungsvoller von statten geht. In der Regel ist es nicht so schwer, ein Thema, ein Problem zu finden, dem man sich widmen kann, es ist oft viel schwerer, sich für eines zu entscheiden.

    2. Recherchiert gründlich

    • Wählt ihr ein Thema, das ihr bereits in der Schule behandelt habt, stehen euch ja schon viele Unterlagen zur Verfügung. Aber versucht doch auch einmal, etwas ganz selbständig zu recherchieren.
    • Fragt eure Mitschüler (alle Klassenstufen) oder die Menschen in eurer Nachbar­schaft und findet so heraus, wie andere Leute über das Problem denken, das ihr euch herausgesucht habt.
    • Ruft offizielle Stellen an, um Informationen zu sammeln. Bereitet sorgfältig einen kleinen Fragenkatalog vor und interviewt die offiziellen Stellen dann am Telefon. Ihr könnt auch Briefe schreiben, Zeitungen und Zeitschriften (öffentliche Büchereien/ Mediatheken) durchstöbern oder im Internet nach Informationen und Mitstreitern für eure Sache suchen.

    3. Brainstorming

    • Das englische Wort Brainstorming wird auch im Deutschen sehr oft benutzt. Es be­deutet, in alle möglichen Richtungen, kreuz und quer zu denken. Das ist sehr wichtig, wenn ihr euch daran macht, Lösungsvorschläge für euer ausgewähltes Projekt zu wählen. Und spinnt ruhig ein wenig herum, schießt übers Ziel hinaus. Manchmal sind die verrücktesten Ideen die besten - und nicht immer am schwersten zu verwirklichen. Schreibt am besten alle Vorschläge und Ideen auf Pappstreifen, die ihr auf ein großes Stück Packpapier oder Tapete klebt.
    • Im nächsten Schritt schaut ihr euch eure Ideensammlung mit ein bisschen Abstand an. Ja, im wörtlichen Sinn. Geht ein paar von eurer Ideenwand weg und beginnt mit dem Aussortieren. Eine gute Hilfe ist dabei, zu überlegen, welcher Lösungsansatz einerseits am einfachsten umzusetzen ist und gleichzeitig eine große Wirkung hat.

    4. Wer macht mit?

    • Es ist immer gut, möglichst viele Menschen zum Mitmachen zu gewinnen. Schau dich zunächst in deiner Familie, deiner Nachbarschaft, in der Schule um. Es können auch gern Erwachsene dabei sein. Sie können häufig mit Material, Geräten und Räumlich­keiten aushelfen.
    • Darüber hinaus könnt ihr auch die Lokalredaktion eurer Zeitung ansprechen, Leute aus dem Rathaus oder Lehrer, die Lust haben, bei euch mitzumachen, als Pate oder Coach. Je mehr Leute ihr für eure Aktion gewinnt, desto mehr könnt ihr bewegen. Ihr solltet nur darauf achten, dass ihr das "Heft in der Hand" behaltet. Ihr bestimmt was wann wo warum und wie gemacht wird!

    5. Wer könnte etwas gegen unser Projekt haben?

    • Wer oder was könnte gegen die Umsetzung eures Projektes sein? Diese Frage stellt euch am besten, bevor ihr eure Projektarbeit beginnt. Sonst erlebt ihr mitten in eurer Arbeit unangenehme Überraschungen. Auch hier wäre ein Brainstorming sehr zu empfehlen. Lasst euch von Erwachsenen dabei beraten, sie können auf Grund ihrer Lebenserfahrung wichtige Hinweise geben.
    • Als nächstes denkt ihr euch Strategien aus, wie ihr diese möglichen Verhinderer von eurem Plan überzeugen könnt. Manchmal müsst ihr auch einen Kompromiss mit ihnen eingehen, um euer Ziel zu erreichen. Schließlich auch eine Übung für "toleran­tes Verhalten" - oder?

    6. Macht Werbung für eure Sache

    • Lasst die Menschen in eurer Umgebung wissen, welches Problem ihr versucht zu lösen und welche Lösungen ihr euch ausgedacht habt. Ihr werdet euch wundern, wer alles mitmachen möchte.
    • In unserem "Leitfaden Öffentlichkeitsarbeit" findet ihr eine detaillierte Beschreibung von den verschiedenen Methoden der Werbung/Bekanntmachung eures Projektes.

    7. Finanzielle / materielle Unterstützung

    • Viele gute Projekte brauchen keine zusätzlichen finanziellen Mittel, aber oft ist es sehr hilfreich, ein bisschen Geld in der "Portokasse" zu haben. Wie ihr Sponsoren gewinnt, d.h. Förderer und Unterstützer, die euch Geld oder materielle Dinge für die Umsetzung eures Projektes geben, findet ihr in unserem "Leitfaden Sponsoren"

    8. Und dann geht’s los!

    • Ihr habt jetzt die Liste mit Leuten, die mitmachen wollen, ihr habt durch Werbung auf das Problem und eure Aktion aufmerksam gemacht? Also, dann los.
    • Schreibt eine Liste mit den einzelnen Schritten auf, die ihr nacheinander abarbei­tet und teilt die Aufgaben untereinander auf. Setzt auch einen Zeitplan fest.

    9. Auswertung der Ergebnisse

    • Das Projekt ist gelaufen und ihr habe Erfolg gehabt? Prima, haltet die Erfolge fest und versucht auch diese Erfolge wieder an die Öffentlichkeit zu bringen.
    • Das Projekt ist gelaufen und ihr seid TOTAL frustriert? Tja, das ist natürlich ärgerlich, aber das passiert schon mal. Wichtig ist jetzt, dass ihr euch das Projekt in seinen einzelnen Bestandteilen wie Problem, Lösungsziel, Lösungswege, Beteiligte, Öffent­lichkeitsarbeit usw. noch einmal ganz genau und kritisch anschaut, Findet heraus, warum das Projekt nicht geglückt ist und lernt daraus FÜR DAS NÄCHSTE MAL!!
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